catbalou
In Weingarten
Geben und Nehmen...

Schon lange beschäftige ich mich mit der Frage, wie das Geld in seiner heutigen Funktion uns als menschliche Gemeinschaft beeinflusst. Je mehr ich darüber lerne und erfahre, desto deutlicher wird mir, dass das Geld, wie wir es heute verwenden, sehr zerstörerisches Potential besitzt. Geld* hat eine trennende Wirkung. Es trennt mich von meinen Mitmenschen (z.B. in der Kommunikation: Über Geld spricht man nicht; Beim Geld hört die Freundschaft auf... etc.). Es trennt mich von der Natur (viele Verbindungen wie natürliche Heilkraft, Verständnis von natürlichen Kreisläufen und das selbstverständliche Erhalten und Schützen der Natur werden durch Geld unterbrochen). Es trennt mich von dem, was wirklich wichtig für mich ist (dadurch, dass es ständig und überall ums Geld verdienen geht, rücken die wesentlichen Dinge sehr weit in den Hintergrund).
Aus diesem Grund habe ich begonnen, mich und meinen eigenen Umgang mit Geld zu erforschen. Ganz stark beschäftigen mich hier zwei Fragen:

1)Urheberrecht:
Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Werke nicht mir gehören. Sie sind Teil dieser Welt, wurden durch mich zwar in die Welt gebracht, haben aber einen wesentlich größeren Ursprung als mich. Wie kann ich dann darauf bestehen, dass sie mir gehören und warum will ich dann verhindern, dass jeder andere MEnsch sie hören/ spielen/ singen darf?
Hier ist m.E. das Geld (neben dem Ego ;-) ein wesentlicher Faktor - wären wir Künstler getragen von der Gesellschaft, dann würden die Werke womöglich viel weniger als Ware betrachtet sondern viel mehr als etwas, das allen gehört und allen zugute kommt...

CD Bestellung:
Vor dem Hintergrund all dieser Überlegungen habe ich mich nun entschlossen, meine Musik nur mehr zu verschenken. JedeR soll sie hören können, JedeR soll sie haben dürfen. Das ist riskant. Klar. Aber: Wer mir im Gegenzug etwas dafür zurück schenken möchte, der trägt wesentlich dazu bei, dass ich existieren kann. Und stärkt mich viel mehr, als durch Kauf. Denn ein Geschenk wirkt auf einer ganz anderen Ebene, wie ich finde.
Wer also eine CD von mir haben möchte, kann sie bei mir per mail anfragen und dann je nach Wunsch und Möglichkeit auf folgendes Konto überweisen:
Catriona Blanke
IBAN: DE95830944950003151085
BIC: GENO DE F1 ETK
Ethikbank

2) Lebensunterhalt der Künstlerin und Qualität des künsterlischen Schaffens:
Inwieweit schränkt der ständige Druck, mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen, mein künstlerisches Schaffen ein? Leidet die Qualität meiner Arbeit darunter? Und inwieweit belastet es meinen spirituellen Zugang / meine Seele, dass ich als Künstlerin nicht von der Gemeinschaft getragen und erhalten werde für meine wesentliche und wichtige Funktion dem Allgemeinwohl gegenüber, sondern ständig darum ringen muss, diese Tätigkeit überhaupt ausüben zu dürfen? (Hierbei erinnert mich meine eigene Situation stark an die der Hebammen in Deutschland...)

Grundeinkommen:
Weiter forschen möchte ich also auch im Bereich des bedingungslosen Grundeinkommens. Derzeit bin ich im Begriff, mir ein Konto bei der Internetplattform patreon zu erstellen. Hierbei geht es darum, KünstlerInnen durch regelmäßige Zahlungen zu unterstützen (so wie in früheren Zeiten die "Gönner" ;-). Ich bin gespannt, ob es Menschen gibt, die Lust haben, mich durch kleine oder größere Beiträge zu unterstützen. Erfahrungen hierzu durfte ich bereits sammeln: Ich habe eine Zeit lang ein eigenes Grundeinkommen durch Menschen generiert, die sich bereit erklärt hatten, mich mit mindestens 1. Euro pro Monat ein Jahr lang zu unterstützen. Das war eine sehr tiefe, besondere Erfahrung, die ich nun fortführen möchte.
Mehr dazu gibt es sobald das Konto eingerichtet ist...


* Wenn ich hier von Geld spreche, meine ich mehr die Art, wie wir Geld heute verwenden als das Geld an sich. Nicht das Geld ist zerstörerisch, sondern die Art wie wir es verwenden.
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